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Eine mobile Konstruktion für die Leichtathletikanlage

Das Höhentrainings- und Wettkampfzentrum Oberengadin soll durch erweiterte Infrastrukturen auf der Polowiese in St. Moritz Bad aufgewertet werden. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde St. Moritz einen Projektwettbewerb ausgeschrieben, den das Ingenieurbüro Walter Bieler AG in Bonaduz gewonnen hat. Das Siegerprojekt wird nun ausgearbeitet und noch dieses Jahr dem Stimmvolk unterbreitet.

Das Höhentrainings- und Wettkampfzentrum Oberengadin (HTWZ) umfasst verschiedene Anlagen für Sommer- und Wintersport in und um St. Moritz. Dazu gehört auch die Leichtathletikanlage auf der Polowiese in St. Moritz Bad. Im November 2013 hat das Stimmvolk einen Kredit für einen Neubau des Höhentrainings- und Wettkampfzentrums und die dafür notwendige Teilrevision der Ortsplanung Polowiese knapp abgelehnt. In den Folgejahren ist der Betrieb ohne Anpassungen der Infrastrukturen aufrechterhalten worden. Gleichzeitig hat die Gemeinde St. Moritz nach einer Lösung gesucht, bei der auf eine Umzonung der Polowiese verzichtet und das Raumprogramm reduziert werden kann.

Mobile Konstruktion und Materialgebäude
Anstelle des heute im Zielbereich aufgestellten Zeltes soll eine mobile Konstruktion erstellt werden, die den Athleten und Trainern geschützte Umkleide- und Aufenthaltsbereiche sowie Räumlichkeiten für Theorievermittlungen, Massagen und Zeitmessung bietet. Eine solche temporäre Baute kann als Provisorium bewilligt werden und wäre somit zonenkonform. Gleichzeitig sieht die Aufwertung des Höhentrainingszentrums vor, die Lagermöglichkeiten zu ergänzen und die notwendigen Toilettenanlagen für Leichtathleten zu schaffen. Ein entsprechendes Gebäude soll in der Zone für öffentliche Bauten Platz finden. Die mobile Konstruktion könnte im Winter darin eingelagert werden.

Projektwettbewerb erfolgreich abgeschlossen
Das Ziel des von der Gemeinde St. Moritz ausgeschriebenen Projektwettbewerbs war, Pläne für eine mobile Konstruktion zu entwickeln, die jährlich auf einfache Weise in kurzer Zeit auf- und abgebaut werden kann. Insgesamt sind bis am 3. Februar 2017 drei Projekte eingereicht worden, die am 21. Februar juriert worden sind. Das Preisgericht hat daraufhin dem Gemeindevorstand einstimmig das Projekt «connect» des Ingenieurbüros Walter Bieler AG in Bonaduz zur Weiterbearbeitung und Realisierung empfohlen. Das Siegerprojekt überzeugt durch die architektonische Lösung sowie das räumlich und funktional gut umgesetzte Raumprogramm. Die ausgewählte Projektstudie wird nun hinsichtlich der Gebäudehöhe optimiert, da eine niedrigere Gebäudehöhe die Konstruktion kompakter aussehen und die Montagearbeiten noch einfacher werden lässt. Alle drei eingereichten Projekte sind vom 30. März bis zum 12. April auf dem Bauamt einzusehen. Verläuft alles nach Plan, erhält das Stimmvolk noch im Laufe des Jahres die Umsetzung des Siegerprojekts zur Abstimmung.

Die Rangierung der eingereichten Projekte:

1. Rang: «connect»
- Ingenieurbüro: Walter Bieler AG, Bonaduz
- Architekturbüro: Krähenbühl Architekten AG, Davos

2. Rang: «Stüva Sportiva»
- Ingenieurbüro: Beat E. Birchler / J.A. Könz scrl, Zernez
- Architekturbüro: Ruch & Partner Architekten AG, St. Moritz

3. Rang: «Rasulauna»
- Ingenieurbüro: Caprez Ingenieure AG, St. Moritz
- Architekturbüro: Küchel Architects, St. Moritz

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