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Testbetrieb mit temporärer Lichtsignalanlage an der Via Maistra

Aufgrund des Rutschgebietes Brattas hat sich der Strassenabschnitt der Via Maistra zwischen der Plazza dal Mulin und der Kreuzung Via Maistra/Via Tinus in den vergangenen Jahren zunehmend verengt. Im Begegnungsfall können grössere Fahrzeuge, insbesondere Busse und Lastwagen, nicht mehr problemlos kreuzen. Dies führte wiederholt zu Ausweichmanövern auf die Fussgängerbereiche.
Die Gemeinde St. Moritz sucht seit Längerem nach einer geeigneten Lösung für diese Verkehrssituation. 2025 wurde die Lage durch bauliche Massnahmen bereits entschärft: Der Strassenkorridor wurde so verbreitert, dass Busse und Lastwagen die Engstelle von unten her frühzeitig einsehen und ein Kreuzen besser vermeiden können. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass diese Massnahme noch zu wenig konsequent genutzt wird.
Aus diesem Grund startet die Gemeinde nun einen Testbetrieb mit einer temporären, teilgesteuerten Lichtsignalanlage. Die Anlage wird im Bereich der Kreuzung Via Maistra/Via Tinus installiert und durch den öffentlichen Verkehr ausgelöst.
Verlässt ein Bus die Plazza da Scoula in Richtung Celerina, schaltet die Lichtsignalanlage auf Rot. Dadurch wird der Verkehr aus der Via Tinus und der Via Maistra angehalten, sodass der Bus die Engstelle ohne Gegenverkehr passieren kann. Nach der Durchfahrt schaltet die Anlage wieder auf Grün, und der Verkehr aus der Via Tinus und der Via Maistra kann weiterfliessen.
Der Testbetrieb beginnt in der Kalenderwoche 22, voraussichtlich am Dienstag, 26. Mai 2026, und dauert rund drei Monate. Während dieser Zeit werden stichprobenartig Verkehrsdaten erhoben und Erfahrungen gesammelt. Die Auswertung dient der Gemeinde als Grundlage für den Entscheid, ob diese Lösung künftig beibehalten werden soll.
Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind willkommen. Beobachtungen und Erfahrungen können per E-Mail an infrastruktur.umwelt@stmoritz.ch mitgeteilt werden.
