
Anfang September 1864 schloss der St. Moritzer Hotel-Pionier, Johannes Badrutt, mit vier britischen Sommergästen folgende Wette ab: Sie sollten doch einmal im Winter kommen. Falls es ihnen nicht gefalle, zahle er ihre Reisekosten ab London und zurück. Falls St. Moritz ihnen im Winter aber zusage, lade er sie als seine Gäste ein, so lange zu bleiben, wie sie wollten.
Den Engländern gefiel diese Wette, bei der sie so oder so gewinnen würden. Sie akzeptierten, kamen an Weihnachten und blieben bis Ostern. Sie waren die ersten Wintertouristen der Alpen, und sie entdeckten eine neue Welt - die weissen Winterferien.
Während St. Moritz zum beliebten Ausflugsziel von illustren und kultivierten Gästen wurde, entfaltete es einen bemerkenswerten Pioniergeist. So stand das progressive Bergdörfchen bei der Einrichtung vieler - heute selbstverständlichen - Kommoditäten und Sportanlässen an erster Stelle.
Damals wie heute war St. Moritz beliebter Tummelplatz vieler berühmter Leute. So zählten Alfred Hitchcock, Brigitte Bardot und Gunter Sachs genauso zu den
St. Moritzer Stammgästen wie Charlie Chaplin, Henry Ford, Greta Garbo, Thomas Mann, die Kennedy-Familie oder der Schah von Persien.