St. Moritz - pionierhaft bei der Energienutzung

St. Moritz engagiert sich für eine nachhaltige, kommunale Energiepolitik, für die Förderung von erneuerbaren Energien sowie für eine sinnvolle und effiziente Nutzung der Ressourcen.

St. Moritz ist nicht nur der Geburtsort des Wintertourismus, hier brannte auch das erste elektrische Licht in der Schweiz. Schon 1879 errichtete der legendäre Hotelier Johannes Badrutt ein Kraftwerk für eine elektrische Bogenlampen-Beleuchtung bei seinem Kulm Hotel. Das erste elektrische Tram der Alpen verkehrte schon 1896 zwischen St. Moritz Dorf und den Heilbädern von St. Moritz Bad. Damals war Energie beschränkt und teuer. Reisen ins Engadin waren beschwerlich und oft nur zu Fuss oder mit Pferdefuhrwerken möglich. Der Tourismus war CO2-neutral.

Ein nachhaltiger Tourismus erfordert künftig einen bewussten Einsatz von Energie.
Im Bild: Winterliches St. Moritz bei Nacht.
Das erste elektrische Tram der Alpen verkehrte schon 1896 zwischen St. Moritz Dorf und den Heilbädern von St. Moritz Bad.

St. Moritz strebt 
einen CO2-neutralen 
Tourismus an.

Erst mit der Verfügbarkeit von Energie konnte sich der Tourismus entwickeln, denn durch den Einsatz von Energie wurden warmes Badewasser, Licht sowie später auch komfortable Bahn- und Automobilreisen möglich. Anfänglich konnte sich dies jedoch nur eine Elite leisten. Heute ist Energie preiswert, weshalb es eine ökologische Trendwende braucht. Ein nachhaltiger Tourismus erfordert künftig einen bewussten Einsatz von Energie. Pionierhaft sparsam muss sie genutzt werden, damit die Natur intakt bleibt und dies ohne Einbusse an Komfort. St. Moritz strebt deshalb einen CO2-neutralen Tourismus an.

Energiestadt St. Moritz

Seit 2004 trägt St. Moritz das Label Energiestadt. Energiestädte zeigen, dass sie an morgen denken. Sie sind Vorreiter für eine innovative Energiepolitik.

Dass St. Moritz sich für die Umwelt, ein gesundes Klima und eine hohe Lebensqualität für die Bevölkerung einsetzt, zeigen laufende Projekte und Massnahmen. Diese bilden die Grundlage für einen attraktiven Lebensraum mit guten Zukunftsperspektiven. Beispiele sind:  

  • St. Moritz unterstützt energetische Sanierungen von Altbauten und ergreift auch in den Gemeindeliegenschaften entsprechende Massnahmen.
  • Der Wärmeverbund und die Nutzung von Wärme aus dem St. Moritzersee sorgen für jährliche Einsparungen von knapp 500‘000 Litern Heizöl.
  • Das neue Hallenbad wird soweit wie möglich mit erneuerbarer und CO2-freier Energie versorgt.
  • St. Moritz unterstützt Hotels und Gewerbebetriebe bei der Teilnahme am EnAW KMU-Modell.
  • St. Moritz strebt eine energieoptimierte Ski-WM 2017 an.

Portrait Energiestadt St. Moritz

Für was steht das Label Energiestadt?

Energiestadt ist eine in der Schweiz entwickelte und auf europäischer Ebene vergebene Zertifizierung (European Energy Award). Das Label zeichnet Gemeinden aus, die ein Qualitätsmanagement für die Umsetzung ihrer Energie- und Umweltpolitik eingeleitet haben. Konzipiert wurde die Auszeichnung im Rahmen des Bundesprogramms EnergieSchweiz. Das Bundesamt für Energie (BFE) fördert damit die Umsetzung der nationalen Energiepolitik in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit dem Teilprogramm EnergieSchweiz für Gemeinden unterstützt das BFE gezielt die kommunale Ebene. Inhaber des Labels ist der Trägerverein Energiestadt. Weitere Informationen: www.energiestadt.ch.